F r e i e    W ä h l e r g e m e i n s c h a f t   G e v e l s b e r g

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Pressekommentar von Werner Bloemer zu den Kostensteigerungen beim Schwimmbadbau.
Westfalenpost vom 19.08.00

Es hört auf zu regnen, die Sonne bricht mit sommerlicher Gewalt durch die Wolkendecke - ein jährlich wiederkehrendes, untrügliches Zeichen: Mein Urlaub ist zu Ende. Kaum zurück im (vergleichsweise) südlichen Gevelsberg, werde ich mit der Frage konfrontiert, ob es stimme, dass bald Verona Feldbusch im "neuen" Hallenbad auftauche, das in zwei Wochen Premiere hat.

Hä? Langes Nachdenken darüber, wie so ein Gerücht (oder ist es doch keins?) wohl entstehen konnte.

Sanierung und Attraktivierung des Gevelsberger Freizeit- und Sportbades - so der offizielle Arbeitstitel - sind im Laufe der Monate immer teurer geworden, von zuletzt gut 16 Millionen DM kletterte die Summe um weitere rund 1,8 Mio. DM in beachtliche Höhen. Das volle Risiko trägt die Stadt.

CDU und FWG haben sich von Anfang an für die Privatisierung ausgesprochen, was die "Regierenden" aber ablehnten, weil der Zuschuss der Stadt dann noch höher ausfalle als bei einer Bad-Bau-Maßnahme in Eigenregie.

Inzwischen aber mag bei manchem Entscheidungsträger in der SPD ein gewisser Körperteil schon auf Grundeis gehen. Immer mehr Geld musste bereit gestellt werden, Anlagen wurden von der Investitionsseite durch Leasing auf die Folgekosten verlagert. Wie hoch die im Endeffekt ausfallen, vermag zurzeit niemand zu sagen.

Was, wenn die Besucherzahlen weit hinter den Erwartungen zurückbleiben - wie bei der Expo? Womit wir wieder bei Verona Feldbusch wären. Ende Oktober, wenn ihr Werbejob bei der Weltausstellung beendet ist, könnte sie in der Gevelsberger Bad-Reklame einspringen - würde der Stadt so geholfen?...

 

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