| In der
Sitzung des Rates am 08.03.2001 gaben die Herren Bremer und Spahn einen Bericht zum Stand
der Planungen der Südumgehung. Der
Landesbetrieb hat die Kalkulationen zur Südumgehung erneuert und kommt zum gleichen
Ergebnis wie vor rund 9 Jahren. Die Kosten werden ca. 53.000.000,- DM betragen.
Man arbeitet bereits an den Kanalbaumaßnahmen im
Bereich Milperstr./Kampstr. Bis zur Kirmes sollen diese Arbeiten abgeschlossen sein und
unmittelbar nach der Kirmes soll Baubeginn am Timpen sein.
Diese Arbeiten umfassen unter anderem:
- Abbindung der Elberfelderstr.
- Absenkung des Timpen (rund 2m),
- Abbruch des Hauses Mittelstr.101,
- Abbruch des Anbaus am Haus Mittelstr.,
- Beginn des Tunnel-Westportals (offene Trogbauweise mit anschließendem Deckelverschluß)
Großräumig soll auf die innerstädtische
Großbaustelle hingewiesen werden, um überregionalen Verkehr um das Stadtzentrum herum zu
leiten.
Nach der Kirmes 2002 soll die Maßnahme am Timpen
abgeschlossen sein.
Dann wird mit dem Beginn des eigentlichen Tunnelbaus (Tunnelbau im bergmännischen
Verfahren, d.h. Bohrung) gerechnet. Der Tunnel soll vom Ostportal (Milsperstr.) her
gebohrt werden.
Man rechnet mit einer Bauzeit von 30 Monaten (2 1/2 Jahre) für den Rohbau, und
anschließend nochmals mit 10 Monaten für den Endausbau.
Folgende Punkte wollte die FWG nach dem Vortrag
genauer geklärt wissen (Anm. d. Red.: Fettgedruckte Passagen = FWG;
einige Passagen sind im Zwiegespräch analog zur Ratssitzung wiedergegeben):
Es ist bemerkenswert, daß die neue
Kostenkalkulation mit 53 Mio. DM trotz Preissteigerungen und zusätzlichen
Sicherheitseinrichtungen, wie Rauchabzugsvorrichtungen und Notausstiege, bei der vor rund
9 Jahren ermittelten Höhe geblieben sind.
Kommentar von Herrn Bremer dazu: "Wir sind auch
glücklich darüber!"
Wie sind die Unterhaltungskosten kalkuliert?
Für Unterhaltungskosten des Tunnels hat der
Landesbetrieb rund 250 000,-DM/Jahr kalkuliert.
Kommentar Dr. Solmeckes dazu: "Das bezahlt nicht die Stadt, sondern der
Straßenbaulastträger!" (Woher bekommt der das Geld? Anm. der Red.)
Wie und wo werden die Baustellen-Einrichtung
(Baucontainer, Baufahrzeuge, Material) durchgeführt?
"Die Baumaßnahme Timpen wird keine allzugroße
(?) Einrichtung benötigen. Diese wird in den umliegenden Straßen durchgeführt."
Welche Straßen?
"An der Mittelstr.!"
Container in der Mittelstr.?
"In der Nähe der Mittelstr.!"
Wo genau?
"Steht noch nicht fest. Das obliegt dem
Bauausführenden, dieser wird irgendwo Flächen anpachten.
Die Einrichtung für die eigentliche Tunnelbaustelle wird etwas umfangreicher am
Ostportal sein."
Wo am Ostportal?
"Das steht noch nicht genau fest. Obliegt dem
Bauausführenden!"
Wie wird die Baudurchführung aussehen?
Welche Arbeitszeiten sind vorgesehen?
"Die Maßnahmen am Timpen werden in Tagschicht
durchgeführt. Der Tunnel wird in Tag- und Nachtschicht erstellt."
An den Tunnelportalen sind Ampelanlagen. Ist
der mögliche Rückstau in den Tunnel zurück in den Stoßzeiten beziffert worden?
"Wenn ein Unfall oder ein Brand im Tunnel
vorliegt, wird der Tunnel mit Schranken gesperrt.
Ein möglicher Rückstau wurde ermittelt. Aber die Zahlen sind jetzt in der Sitzung nicht
parat." (?)
usw. - Ergänzung folgt.
Leider stießen die umfangreichen Fragen und
Anmerkungen nicht auf jedermanns Gegenliebe.
Gerade einigen Ratskollegen der SPD waren es zu viele oder zu kritische Fragen, so dass
oft versucht wurde, die Ernsthaftigkeit des Themas durch Zwischenrufe und sonstiger
Flapsigkeit zu überspielen.
Aber die Zuschauer auf der Tribüne werden gemerkt
haben, wie ernst es der FWG ist, gerade bezüglich der Südumgehung und deren möglichem
Bau Schaden von Gevelsberg, ihrer Innenstadt und ihren Bürgern fernzuhalten. |