F r e i e    W ä h l e r g e m e i n s c h a f t   G e v e l s b e r g

redpoint.gif (808 Byte)   A u s s c h u s s   b e s c h l i e ß t   d i e   E n t n a h m e   d e s
    A l t b a u m b e s t a n d e s   I n   d e n  W e i d e n
14. November 2000
In seiner Sitzung am 13.11.2000 beschloß der Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Wirtschaft (StUWi) "gemäß der Empfehlung des Gutachters Arne Thun, den Altbaumbestand der Straße In den Weiden zu entnehmen und durch neue, junge und gesunde Bäume mit einem Stammumfang von mindestens 20/25 cm für eine zukunftsorientierte, langfristig gesicherte und umfeldprägende Baumkulisse im geplanten Ausbauquerschnitt zu ersetzen."
Die FWG konnte trotz ausführlicher Beratung fraktionsintern und ausschuss-seitig zu keiner einheitlichen Meinung kommen und stimmte daher kontrovers ab.
redpoint.gif (808 Byte)  A n l i e g e r   d e r   S t r a ß e    I n  d e n  W e i d e n   g e g e n
    A u s b a u p l a n u n g   d e r   S t a d t
22. Oktober 2000
Zwei gegensätzliche Gutachten liegen inzwischen zum Baumbestand In den Weiden vor.

Die Straßenausbaumaßnahme In den Weiden wurde in der 8. Sitzung des StUWi am 28.08.2000 ohne Beschlussfassung beraten (Drucksache-Nr. 137/2000).
Nach Durchführung der Bürgerbeteilgung vom 02.04. - 14.04.2000 gab es seitens der Anlieger erhebliche Widerstände gegen die vorgestellte Ausbauplanung. Neben einem geringeren Ausbau der Geh/Radwege und Parkbuchten fordern die Anlieger vor allem den Erhalt der Straßenbäume.

Da der Zustand der Bäume von den Anliegern und der Verwaltung sehr unterschiedlich beurteilt wurde, hat der Ausschuss in seiner Sitzung am 28.08.2000 die Erstellung eines Baumgutachtens angeregt.
Nach Rücksprache bei der Landwirtschaftskammer Westfalen - Lippe in Münster wurde Herr Arne Thun
- als von der Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger - mit der Erstellung eines Baumgutachtens beauftragt.
Herr Arne Thun kommt in seinem "Gutachten über den möglichen Erhalt des Baumbestandes in der Strasse In den Weiden, 58285 Gevelsberg unter Berücksichtigung des gegenwärtigen Zustandes der Stand- sowie Bruchsicherheit und den zu erwartenden Eingriffen im Zuge eines geplanten Straßenausbaues" zu folgender Schlussbetrachtung:Zitat:
"Den Baumbestand in der Straße In den Weiden, 58285 Gevelsberg, wurden in den zurückliegenden Jahren infolge des kontinuierlichen Kappen der Baumkronen umfangreiche, irreparable Schädigungen zugefügt. Unbeachtet von dem geplanten Straßenausbau ist dem Bestand (ausgegliedert sind die verpflanzbaren Jungbäume) eine Reststandzeit von etwa 10 Jahren zu attestieren.
Der geplante Straßenausbau beinhaltet weiterhin erhebliche, unvermeidbare Eingriffe in den Wurzelraum dieser Bäume, mit der Folge, dass die Vitalität und Standsicherheit stark gemindert wird.
Seitens des Unterzeichners wird empfohlen, den Altbaumbestand zu entnehmen. Es ist unstrittig, dass dies vorerst ein nicht unerheblicher Eingriff in das bisherige Straßenbild und Wohnumfeld ist. Hier ist jedoch auch die 4. Dimension - die Zeit - zu beachten.Die Anpflanzung neuer, junger und gesunder Bäume auf optimal gestalteten Vegetationsflächen beinhaltet eine zukunftsorientierte, langfristig gesicherte und umfeldprägende Baumkulisse."
Zitatende.


Herr Arne Thun wird das Gutachten in der Sitzung persönlich vorstellen.

Inzwischen hat die Initiative zum Erhalt der Bäume "In den Weiden" ein Gegengutachten in Auftrag gegeben und vorgelegt. Das Sachverständigenbüro Oppermann aus Arnsberg - ebenso wie Herr Thun amtl. vereidigte Sachverständige  - kommt nach Besichtigung der Bäume allerdings zu einem ganz anderen Ergebnis: Von irreparablen Schäden könne keine Rede sein und die Reststandzeit von 10 Jahren sei nicht zu belegen.
Die kommende Sitzung des Ausschusses für
Stadtentwicklung, Umwelt und Wirtschaftsförderung dürfte somit recht interessant werden.
btnup.gif (845 Byte)  Lesen Sie hierzu auch den Bericht der WP vom 21.10.00 über das Gegengutachten des Büros Oppermann:
Bürger, die Interesse am Gesamtgutachten haben, können sich wie gewohnt an info@fwg-gevelsberg.de wenden.
Rüdiger Völkl
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