F r e i e    W ä h l e r g e m e i n s c h a f t   G e v e l s b e r g

redpoint.gif (808 Byte)   W ä h l e r g e m e i n s c h a f t - E N   w e i s t   Ä u ß e r u n g e n    d e s   F D P -    K r e i s v o r s i t z e n d e n    z u r ü c k
04. März 2003
Die Wählergemeinschaft EN weist die jüngsten Äußerungen des FDP-Kreisvorsitzenden Dr. Sodenkamp zur Arbeit der Wählergemeinschaften im Kreistag zurück.
Auf dem FDP-Kreisparteitag hatte Sodenkamp die Vertreter der Wählergemeinschaft-EN fälschlicher Weise mit der FWG gleichgesetzt und ihnen mangelnde Initiative auf Kreisebene vorgeworfen.
In einem gemeinsamen Brief an die Presse wandten sich die Kreistagsmitglieder der Wählergemeinschaft EN, Andreas Weber und Christel Linnepe, nun gegen die unsachlichen Vorwürfe.
Nachfolgend das Schreiben von Andreas Weber und Christel Linnepe:

Andreas Weber
Ewald-Oberhaus-Straße 4
58256 Ennepetal

Christel Linnepe
Südstraße 102
58285 Gevelsberg


An die
WAZ
Redaktion Witten                                                               4. März 2003

Leserbrief

Sehr geehrte Damen und Herren,

zu den Äußerungen des Kreisvorsitzenden der FDP in Ihren Artikel "Verkleinerung des Kreistages" vom 22.02.2003 sind einige Anmerkungen vonnöten.

Zunächst einmal ist die Freie Wählergemeinschaft nicht im Kreistag vertreten, sondern die Wählergemeinschaft EN. Wenn Herr Dr. Sodenkamp uns kritisiert, sollte er mindestens unseren Namen kennen.

Die Wählergemeinschaft EN begrüßt eine Verkleinerung des Kreistages ausdrücklich, denn durch eine Verkleinerung des Kreistages bekämen die 2 Mandatsträger der Wählergemeinschaft EN endlich den Fraktionsstatus. Bei der jetzigen Größe des Kreistages können 2 Mandatsträger keine Fraktion bilden. Ohne Fraktionsstatus ist die Wählergemeinschaft EN in keinem der zahlreichen Ausschüsse vertreten, in denen ja alle anstehenden Sachfragen diskutiert und letztlich zur Entscheidung gebracht werden. Wenn wir diese Ausschüsse als Gäste besuchen, um informiert zu sein, haben wir dort kein Rederecht. Wir sind also nicht freiwillig stumm, sondern dürfen uns weder äußern noch Fragen stellen. Das ist sicherlich für uns alles andere als wünschenswert. Vier mal im Jahr vielleicht eine Schaufensterrede im Kreistag zu halten kann nicht unsere sachliche Arbeit im Kreis bedeuten.

Der Fraktionsstatus bedeutet aber auch, dass 3 Vertreter der FDP eine Fraktion bilden und an Zuwendung für ihre Fraktionsarbeit fast 13.000,- Euro erhalten. Die Vertreter der Wählergemeinschaft EN bekommen für ihre Arbeit im Kreis 0,00 Euro (fehlender Fraktionsstatus). Die Kreistagsmitglieder der Wählergemeinschaft EN bekommen nur, so wie alle anderen Kreistagsmitglieder auch, Aufwandsentschädigung, damit finanzieren sie allerdings mit einem nicht unerheblichen Teil ihre politische Arbeit im Kreis. Soviel zum Einstreichen von Aufwandsentschädigungen.

Im Übrigen sind Wählergemeinschaften keine Parteien, sondern Vereine, die nicht auf Landes- oder Bundesebene vertreten sind. Das hat zur Folge, dass sie auch keine Wahlkostenerstattungen bekommen. Sie finanzieren sich also ausschließlich aus eigenen Geldern.

Wir glauben, dass Herr Dr. Sodenkamp schon sehr, sehr früh mit diesen an den Tatsachen vorbeigehenden Äußerungen den kommunalen Wahlkampf eröffnete. Es ist verständlich, denn landesweit liegen die bürgernahen Wählergemeinschaften mit ihren Wählerstimmen vor der FDP und auch vor denen der Bündnis 90/ Grünen.

Außerdem bestimmt Herr Dr. Sodenkamp und seine FDP auch nicht, wer bei einer Verkleinerung des Kreistages im Kreistag sitzt oder nicht, das bestimmt einzig und allein der Wähler.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Weber
Christel Linnepe
Kreistagsmitglieder der Wählergemeinschaft EN