| Sehr geehrter
Bürgermeister Dr. Solmecke, mit
Entsetzen und Bedauern habe ich heute aus der Presse von dem Angriff Jugendlicher auf
einen behinderten Mitmenschen erfahren.
Dieser Vorfall enttäuscht mich, da ich Gevelsberg mit seinen Bürgerinnen und Bürgern
als eine friedliche und tolerante Gemeinschaft kenne und erlebe. Gevelsberger Bürgerinnen
und Bürger haben sich stets Gewalt und Diskrimierung entgegengestellt.
Meiner Meinung nach spiegelt der Vorfall Gevelsberg nicht wieder.
Dennoch ist es wichtig, dieses Ereignis zu analysieren und zu bewerten, ob
es sich bei diesem Vorfall um eine tendenzielle Entwicklung handelt.
Einer solchen Entwicklung ist mit entsprechenden Maßnahmen entgegenzuwirken.
Eine Berichterstattung in der Presse ist meiner Ansicht nach für eine
rationale Beurteilung und Einschätzung der Vorkommnisse nicht ausreichend.
Daher sollte sich meiner Meinung nach der "Runde Tisch gegen Gewalt"
zur Beurteilung der Situation und Ableitung möglicher Massnahmen zur Gewaltprävention
mit der Thematik befassen.
Ich bitte Sie daher, zur nächsten Sitzung des runden Tisches sachbezogene
Gesprächspartner - beispielsweise der AWO, der Fraternität, der Polizeibehörden, der
Schulen - einzuladen.
Mit ihnen soll die Thematik erörtert, diskutiert und mögliche Projekte
des runden Tisches zur Gewaltprävention besprochen werden.
Mit freundlichem Gruß
Rüdiger Völkl
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