Anlässlich
eines Besuchs bei der Feuerwehr in Gevelsberg am 14.07.03 hat sich die FWG-Fraktion ein
Bild über die Situation der Jugendfeuerwehr gemacht.
Beweggrund des Besuches war der Sachstandsbericht der Verwaltung zur Umsetzug des
Brandschutzbedarfplanes.
Darüber hinaus soll die Verwaltung in der nächsten Ratssitzung seitens der Politik zur
Erarbeitung eines Konzeptes zur Gründung einer 2. Jugend-Gruppe beauftragt werden. Die
ist dringend notwendig, da derzeit eine Warteliste zur Aufnahme in die Jugendfeuerwehr
besteht.
"Eine 2. Gruppe wollen wir gerne einrichten!" so Thomas Rummel,
Jugendwart der Jugendfeuerwehr.
"Die Einrichtung einer 2. Jugendfeuerwehrgruppe - 10 Jugendliche stehen derzeit
auf einer Warteliste - ist aufgrund der räumlichen Gegebenheiten aber bislang nicht
möglich."
Die Jugendfeuerwehr trifft sich derzeit 14-tägig. Bei Einrichtung der 2. Gruppe sollen
die Gruppen dann altersgestaffelt eingerichtet werden und sich wöchentlich im Wechsel
treffen.
Wichtige Aufgaben der Jugendfeuerwehr sind insbesondere die Ausbildung des Nachwuchses an
feuerwehrtechnischen Geräten, aber auch die Durchführung von Erste-Hilfe-Kursen. Daneben
finden regelmäßig Leistungsprüfungen und -wettbewerbe oder Besuche bei anderen
Jugendfeuerwehren statt.

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Stadtbrandmeister
Jordan erläutert der FWG-Fraktion, warum der bisherige Raum der Jugendfeuerwehr
stillgelegt wurde: neben der zu geringen Raumhöhe fehlen Fenster sowie ein Fluchtweg. |
Die Nachwuchsorganisation, bestehend
aus 27 Jungen und Mädchen samt 11 Betreuern, ist derzeit allerdings heimatlos, da die
Bauverwaltung den bisherigen Gruppenraum, der für die 14-tägigen Treffen genutzt wurde,
aufgrund baulicher Mängel stillgelegt hat.
"Die Stilllegung ist durchaus nachvollziehbar!", so der Tenor unter den
Kommunalpolitikern nach der Besichtigung des Raumes.
Daher nutzt die Jugendfeuerwehr zur Zeit den Besprechungsraum der Feuerwache
Körnerstraße.
"Hier kommt es aber zu Reibungspunkten mit dem Löschzug. Dieser nutzt den Raum
für Besprechungen, wogegen die Jugendfeuerwehr den Raum ihren Bedürfnissen entsprechend
gestalten und nutzen möchte. Daher kann dies nur eine Übergangslösung sein. Es muß
zeitnah eine andere Lösung kommen.", so der Fraktionsvorsitzende Rüdiger
Völkl.
Um die Jugendorganisation optimal zu fördern, sind die notwendigen Infrastrukturen zu
schaffen.
In der anschließenden Diskussion suchte man mit der Leitung der Feuerwehr gemeinsam nach
geeigneten Lösungen.
Dazu Ratsfrau Martina Dietz: "Die Jugendfeuerwehr ist ein wichtiges Instrument
zur Nachwuchswerbung der Freiwilligen Feuerwehr! Ohne sie wird es schwierig, unserem
Anspruch nach einem optimalen Schutz der Bevölkerung auch zukünftig nachzukommen."
Wunsch der Feuerwehr ist es, das frei werdende Gerätehaus in Asbeck zu behalten um dort
die Treffen durchzuführen.
Angesichts der gespannten Haushaltslage steht dieses Gebäude jedoch zum Verkauf an.
Dass eine Alternativ-Lösung angedacht werden muß, darüber waren sich Kommunalpolitiker
und Feuerwehr-Vertreter einig.
Denkbar ist, dass die Jugendfeuerwehr stadtnah in anderen städtischen Gebäuden
unterzubringen. Diese Möglichkeiten müssen schnellst möglich geprüft werden.
"Vorstellbar ist auch eine Lösung mit privaten Engagement.", so
Rüdiger Völkl. "Leerstehende Räume, bzw. Gebäude haben wir in Gevelsberg
genug und es wäre für den Sponsor eine tolle Werbung und Imagegewinn. Natürlich ist
eine garantierte Nutzungsdauer erforderlich."
Die FWG-Fraktion machte in der Diskussion deutlich, dass sie einer Vorbereitung zum
Verkauf des Gerätehauses Asbeck durch die Stadt erst dann zustimmen wird, wenn geeignete
Räumlichkeiten für die Jugendfeuerwehr zur Verfügung stehen.
Neben der mangelhaften räumlichen Situation wurde den FWG Vertretern die Problematik
hinsichtlich der Mobilität erläutert.
So stehen der Bildung einer 2. Jugendfeuerwehrgruppe zur Zeit auch noch fehlende
Transportmittel entgegen. Zwar könnten die vorhandenen Kleinbusse zunächst noch den
Bedarf decken, die Erweiterung der Gruppe würde jedoch die Anschaffung eines
zusätzlichen Fahrzeugs nötig machen.
"Was haushaltstechnisch machbar ist, werden die kommenden Beratungen zeigen.
Schließlich steht uns eine Haushaltsperre bevor. Was dann noch machbar ist, müssen wir
sehen!", so Ratsfrau Christel Linnepe.
Ebenso wäre bei Vergrößerung der Gruppe die Anschaffung von neuen
Ausrüstungsgegenständen (Jacke, Helm, Hose, Stiefel,Koppel) vonnöten.
Hier sagte die FWG spontane Hilfe zu. Sie erklärte sich bereit, die Einkleidung eines
Jugendfeuerwehrmannes/-frau zu übernehmen.
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