F r e i e    W ä h l e r g e m e i n s c h a f t   G e v e l s b e r g

redpoint.gif (808 Byte)    J u g e n d f e u e r w e h r   b r a u c h t   n e u e   R ä u m l i c h k e i t e n
20. Juli 2003

Anlässlich eines Besuchs bei der Feuerwehr in Gevelsberg am 14.07.03 hat sich die FWG-Fraktion ein Bild über die Situation der Jugendfeuerwehr gemacht.
Beweggrund des Besuches war der Sachstandsbericht der Verwaltung zur Umsetzug des Brandschutzbedarfplanes.
Darüber hinaus soll die Verwaltung in der nächsten Ratssitzung seitens der Politik zur Erarbeitung eines Konzeptes zur Gründung einer 2. Jugend-Gruppe beauftragt werden. Die ist dringend notwendig, da derzeit eine Warteliste zur Aufnahme in die Jugendfeuerwehr besteht.

"Eine 2. Gruppe wollen wir gerne einrichten!" so Thomas Rummel, Jugendwart der Jugendfeuerwehr.
"Die Einrichtung einer 2. Jugendfeuerwehrgruppe - 10 Jugendliche stehen derzeit auf einer Warteliste - ist aufgrund der räumlichen Gegebenheiten aber bislang nicht möglich."

Die Jugendfeuerwehr trifft sich derzeit 14-tägig. Bei Einrichtung der 2. Gruppe sollen die Gruppen dann altersgestaffelt eingerichtet werden und sich wöchentlich im Wechsel treffen.

Wichtige Aufgaben der Jugendfeuerwehr sind insbesondere die Ausbildung des Nachwuchses an feuerwehrtechnischen Geräten, aber auch die Durchführung von Erste-Hilfe-Kursen. Daneben finden regelmäßig Leistungsprüfungen und -wettbewerbe oder Besuche bei anderen Jugendfeuerwehren statt.

Bisheriger Raum der JFW

Stadtbrandmeister Jordan erläutert der FWG-Fraktion, warum der bisherige Raum der Jugendfeuerwehr stillgelegt wurde: neben der zu geringen Raumhöhe fehlen Fenster sowie ein Fluchtweg.

Die Nachwuchsorganisation, bestehend aus 27 Jungen und Mädchen samt 11 Betreuern, ist derzeit allerdings heimatlos, da die Bauverwaltung den bisherigen Gruppenraum, der für die 14-tägigen Treffen genutzt wurde, aufgrund baulicher Mängel stillgelegt hat.

"Die Stilllegung ist durchaus nachvollziehbar!", so der Tenor unter den Kommunalpolitikern nach der Besichtigung des Raumes.

Daher nutzt die Jugendfeuerwehr zur Zeit den Besprechungsraum der Feuerwache Körnerstraße.

"Hier kommt es aber zu Reibungspunkten mit dem Löschzug. Dieser nutzt den Raum für Besprechungen, wogegen die Jugendfeuerwehr den Raum ihren Bedürfnissen entsprechend gestalten und nutzen möchte. Daher kann dies nur eine Übergangslösung sein. Es muß zeitnah eine andere Lösung kommen.", so der Fraktionsvorsitzende Rüdiger Völkl.

Um die Jugendorganisation optimal zu fördern, sind die notwendigen Infrastrukturen zu schaffen.

In der anschließenden Diskussion suchte man mit der Leitung der Feuerwehr gemeinsam nach geeigneten Lösungen.

Dazu Ratsfrau Martina Dietz: "Die Jugendfeuerwehr ist ein wichtiges Instrument zur Nachwuchswerbung der Freiwilligen Feuerwehr! Ohne sie wird es schwierig, unserem Anspruch nach einem optimalen Schutz der Bevölkerung auch zukünftig nachzukommen."

Wunsch der Feuerwehr ist es, das frei werdende Gerätehaus in Asbeck zu behalten um dort die Treffen durchzuführen.
Angesichts der gespannten Haushaltslage steht dieses Gebäude jedoch zum Verkauf an.
Dass eine Alternativ-Lösung angedacht werden muß, darüber waren sich Kommunalpolitiker und Feuerwehr-Vertreter einig.

Denkbar ist, dass die Jugendfeuerwehr stadtnah in anderen städtischen Gebäuden unterzubringen. Diese Möglichkeiten müssen schnellst möglich geprüft werden.

"Vorstellbar ist auch eine Lösung mit privaten Engagement.", so Rüdiger Völkl. "Leerstehende Räume, bzw. Gebäude haben wir in Gevelsberg genug und es wäre für den Sponsor eine tolle Werbung und Imagegewinn. Natürlich ist eine garantierte Nutzungsdauer erforderlich."

Die FWG-Fraktion machte in der Diskussion deutlich, dass sie einer Vorbereitung zum Verkauf des Gerätehauses Asbeck durch die Stadt erst dann zustimmen wird, wenn geeignete Räumlichkeiten für die Jugendfeuerwehr zur Verfügung stehen.

Neben der mangelhaften räumlichen Situation wurde den FWG Vertretern die Problematik hinsichtlich der Mobilität erläutert.
So stehen der Bildung einer 2. Jugendfeuerwehrgruppe zur Zeit auch noch fehlende Transportmittel entgegen. Zwar könnten die vorhandenen Kleinbusse zunächst noch den Bedarf decken, die Erweiterung der Gruppe würde jedoch die Anschaffung eines zusätzlichen Fahrzeugs nötig machen.

"Was haushaltstechnisch machbar ist, werden die kommenden Beratungen zeigen. Schließlich steht uns eine Haushaltsperre bevor. Was dann noch machbar ist, müssen wir sehen!", so Ratsfrau Christel Linnepe.

Ebenso wäre bei Vergrößerung der Gruppe die Anschaffung von neuen Ausrüstungsgegenständen (Jacke, Helm, Hose, Stiefel,Koppel) vonnöten.
Hier sagte die FWG spontane Hilfe zu. Sie erklärte sich bereit, die Einkleidung eines Jugendfeuerwehrmannes/-frau zu übernehmen.

redpoint.gif (808 Byte)   Archiv