Im letzten Jahr beschloss der Rat der Stadt Gevelsberg auf Wunsch
des ANU (Arbeitskreis Natur und Umwelt) Gevelsberg, im Frühjahr 2000 eine Schafherde im
Stefansbachtal weiden zu lassen.
Bei der Fläche im Stefansbachtal handelt es sich um eine naturbelassene Fläche, auf der
sich seit dem Autobahnumbau ein Biotop ausbildet. Aber auch eine naturbelassene Fläche
muß in gewissen Abständen gepflegt werden, damit sich ein Gleichgewicht unter den
Pflanzen entwickeln kann. Diese Pflege hat der ANU in ehrenamtlicher Arbeit übernommen.
Eine Maht mit technischen Hilfsmitteln, ähnlich wie im Krabbenheiderbachtal, ist aufgrund
der Bodenbeschaffenheit aber nur sehr schwierig und unter enormem Arbeitsaufwand möglich.Eine andere Möglichkeit, die
Fläche ebenfalls zu pflegen, besteht darin, diese Maht durch eine zeitlich begrenzte
Beweidung durch Schafe zu ersetzen.
Ein weiterer Grund zum Einsatz der Schafe liegt in dem sich im Stefansbachtal stark
ausbreitenden hochgiftigen Riesenbärenklau.
Diese nicht heimische Pflanze breitet sich rasch aus und verdrängt dabei jede andere
Pflanze. Dies muß leider an vielen anderen Stellen im Stadtgebiet ebenfalls beobachtet
werden.
Vor einigen Jahren hat der ANU dem Riesenbärenklau im Stefansbachtal den Kampf angesagt
und begann, ihn in Handarbeit mehrmals jährlich zu mähen. Dies ist äußerst
problematisch, da die Maht aufgrund der hochgiftigen Säfte der Pflanze nur mit
umfangreichem Körperschutz durchgeführt werden darf.
Durch diese Maßnahme ist es dem ANU nicht nur gelungen, eine weitere Ausbreitung zu
stoppen, sondern es konnte auch der Bestand zurückgedrängt werden. Die Pflanzenvielfalt
hat wieder zugenommen.
Um nun bereits den ersten Sprösslingen des Bärenklaus den Garaus zu machen, sollten
ebenfalls die Schafe eingesetzt werden. |