F r e i e    W ä h l e r g e m e i n s c h a f t   G e v e l s b e r g

redpoint.gif (808 Byte)  U n d   s i e   f r e s s e n    i h n   d o c h !
22. Mai 2000
Im letzten Jahr beschloss der Rat der Stadt Gevelsberg auf Wunsch des ANU (Arbeitskreis Natur und Umwelt) Gevelsberg, im Frühjahr 2000 eine Schafherde im Stefansbachtal weiden zu lassen.
Bei der Fläche im Stefansbachtal handelt es sich um eine naturbelassene Fläche, auf der sich seit dem Autobahnumbau ein Biotop ausbildet. Aber auch eine naturbelassene Fläche muß in gewissen Abständen gepflegt werden, damit sich ein Gleichgewicht unter den Pflanzen entwickeln kann. Diese Pflege hat der ANU in ehrenamtlicher Arbeit übernommen.
Eine Maht mit technischen Hilfsmitteln, ähnlich wie im Krabbenheiderbachtal, ist aufgrund der Bodenbeschaffenheit aber nur sehr schwierig und unter enormem Arbeitsaufwand möglich.

Eine andere Möglichkeit, die Fläche ebenfalls zu pflegen, besteht darin, diese Maht durch eine zeitlich begrenzte Beweidung durch Schafe zu ersetzen.
Ein weiterer Grund zum Einsatz der Schafe liegt in dem sich im Stefansbachtal stark ausbreitenden hochgiftigen Riesenbärenklau.
Diese nicht heimische Pflanze breitet sich rasch aus und verdrängt dabei jede andere Pflanze. Dies muß leider an vielen anderen Stellen im Stadtgebiet ebenfalls beobachtet werden.
Vor einigen Jahren hat der ANU dem Riesenbärenklau im Stefansbachtal den Kampf angesagt und begann, ihn in Handarbeit mehrmals jährlich zu mähen. Dies ist äußerst problematisch, da die Maht aufgrund der hochgiftigen Säfte der Pflanze nur mit umfangreichem Körperschutz durchgeführt werden darf.
Durch diese Maßnahme ist es dem ANU nicht nur gelungen, eine weitere Ausbreitung zu stoppen, sondern es konnte auch der Bestand zurückgedrängt werden. Die Pflanzenvielfalt hat wieder zugenommen.
Um nun bereits den ersten Sprösslingen des Bärenklaus den Garaus zu machen, sollten ebenfalls die Schafe eingesetzt werden.

Die Diskussion vor der Abstimmung im Rat wurde sehr kontrovers geführt, standen sich doch Meinungen wie: "Wissenschaftlich ist es erwiesen, dass Schafe den Riesenbärenklau nicht fressen!" und "In anderen Städten hat man gute Erfahrungen mit Schafen gemacht!" gegenüber.Man einigte sich darauf, dass es auf einen Versuch ankommt und bestellte die Schafe.
Am Sonntag (21.05.2000) sind die Schafe im Stefansbachtal eingetroffen und man kann schon feststellen: "Sie fressen den Riesenbärenklau doch!"
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